Unser Verein

Segelfliegen gehört zu den anspruchsvollsten Sportarten überhaupt – und belohnt mit Eindrücken, die man sein Leben lang nicht vergisst. Segelfliegen ist eine einzigartige Kombination von Einzel- und Mannschaftssport: Im Flug sind wir, manchmal über viele Stunden, auf uns allein gestellt; am Boden sind wir Teil eines Teams, in dem sich alle aufeinander verlassen müssen. Segelfliegen verbindet Generationen, Junge und Alte, Mädels und Jungs. Segelfliegen ist unsere große Leidenschaft.

Breiten- und Leistungssport

Wir, die Luftsportgruppe Erbslöh Langenfeld, sind ein mittelgroßer Verein im Herzen von NRW zwischen Köln und Düsseldorf. Unser Heimatflugplatz ist das Segelfluggelände bei Langenfeld-Wiescheid. Wir betreiben dort Segelflug als Breiten- und Leistungssport. Unsere Truppe besteht aus 125 aktiven Mitgliedern.

Seit mehreren Jahren liegen wir im Streckenflug-Ranking stets unter den TOP-10 Vereinen in NRW. Regelmäßig fliegen unsere Piloten auf Landes- und Deutschen Meisterschaften mit. Als Segelflug-Leistungsstützpunkt fördern wir den Streckenflug. Erfahrene Piloten führen junge Lizenzinhaber an das Streckenfliegen heran – nach gezielter theoretischer Vorbereitung im Winter. Unsere Vereinsflugzeuge stehen für unsere Junioren zur Teilnahme an Qualifikationsmeisterschaften und lokalen Wettbewerben zur Verfügung.

Bereits nach Abschluss der Flugausbildung legen talentierte Piloten Strecken von mehreren Hundert Kilometern zurück und verbringen dazu bis zu acht Stunden im Cockpit, um nach einem eindrucksvollen, meist sehr anspruchsvollen Flug wieder in Langenfeld zu landen.

Flugausbildung

Die Aus- und Weiterbildung zum Segelflugpiloten hat bei uns einen großen Stellenwert. Aufgrund der Eigenleistung der ausnahmslos ehrenamtlich tätigen Mitglieder wird der Sport auch für Jugendliche erschwinglich. Unsere Jugendgruppe besteht aus mehr als 30 Jungen und Mädchen. Zwölf Fluglehrer kümmern sich um die Ausbildung der knapp 40 meist jugendlichen Flugschüler zum Segelflugpiloten und nachfolgend bei Bedarf auch zum Motorseglerpiloten.

Wesentliche Merkmale, die wir bei der fliegerischen Aus- und Weiterbildung jungen Menschen vermitteln, sind Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Durchhaltevermögen, Entscheidungsfreudigkeit und Persönlichkeitsentwicklung. Darüber hinaus fördern wir das Verständnis für Natur und Technik.

Seit 40 Jahren verbringen wir regelmäßig unser Sommerlager auf Startplätzen in Ostdeutschland, in der Lüneburger Heide und auf der Schwäbischen Alb. Zu den Höhepunkten zählt das Fliegen in den Bergen und in Afrika. Im Laufe eines Fliegerlebens lernen unsere Piloten ganz Deutschland und viele Teile Europas von oben kennen.

Unser Flugzeugpark

Mit jahrzehnte alten Schulflugzeugen in Holzbauweise bis hin zu modernen Hochleistungseinsitzern ermöglicht unser Flugzeugpark ein breites Einsatzspektrum. Durch die Modernisierung bestehender Flugzeuge und die Neuanschaffung hochmoderner Ein- und Doppelsitzer stehen langfristig attraktive Vereinsflugzeuge zur Verfügung.

Schulungsflugzeuge

Die ersten Starts machen unsere Flugschüler im Doppelsitzer (2x ASK13). Anschließend folgen ASK18 (Einsitzer), ASK21 (Doppelsitzer) und ASK23, das erste einsitzige Kunststoffflugzeug. Fortgeschrittene Flugschüler werden auf die beiden LS4en umgeschult. Damit werden auch erste Streckenflüge absolviert.

Hochleistungsflugzeuge

Nach Erhalt der Pilotenlizenz stehen – je nach Übungsstand – moderne Ein- und Doppelsitzer für weite Streckenflüge zur Verfügung. Dazu zählen zwei Discen, die vor wenigen Jahren komplett überholt wurden (neuer Lack und komfortable Innenausstattung für große Piloten) und zwei LS8ten mit 15 und 18 Meter Spannweite. Der Discus 2b und der Hochleistungsdoppelsitzer Duo Discus X sind unsere TOP-Flugzeuge und werden von unseren Piloten auf Wettbewerben eingesetzt. Für die Wölbklappen-Einweisung und schöne Überlandflüge zu zweit nutzen wir den Janus (Vorgänger vom Duo Discus).

Schleppmaschinen

Zum Flugzeugschlepp setzen wir eine Robin DR-400 mit 180 PS und unseren Motorsegler Samburo ein. Piloten leichter Segelflugzeuge bevorzugen häufig den Samburo. Der Geschwindigkeitsbereich beider Flugzeuge ist dabei identisch und der Schlepp dadurch sehr angenehm. Darüber hinaus können im Samburo zwei Personen komfortabel weitere Strecken zurücklegen und bei entsprechendem Wetter den Motor abstellen, um Thermik zu nutzen. Schwere Segelflugzeuge und solche, die Wasser als Ballast mitführen, werden von unserem Arbeitstier „Remmi“ in die Luft gezogen. Übrigens: Bei gutem Wetter und in der Flugausbildung wählen Viele den Windenstart als preiswerte Alternative zum Flugzeugschlepp.

Übersicht aller Vereinsflugzeuge
Muster Kennzeichen Spannweite Bestes Gleiten Einsatzgebiet
ASK13 59 16 Meter 1:27 Anfängerschulung
ASK13 88 16 Meter 1:27 Anfängerschulung
ASK21 77 17 Meter 1:33,5 Doppelsitzer-Schulung
ASK18 ED 16 Meter 1:34 Schulung
ASK23 27 15 Meter 1:34 Schulung
LS4 74 15 Meter 1:40,5 Schulung
LS4 2W 15 Meter 1:40,5 Streckenflug
Discus 75 15 Meter 1:41 Streckenflug / Wettbewerb
Discus 76 15 Meter 1:41 Streckenflug / Wettbewerb
LS8 70 15 Meter 1:43 Streckenflug / Wettbewerb
LS8-18 6W 18 Meter 1:48 Streckenflug / Wettbewerb
Discus 2b 73 15 Meter 1:42 Streckenflug / Wettbewerb
Duo Discus 72 20 Meter 1:46 Streckenflug / Wettbewerb
Janus 8W 20 Meter 1:43 Streckenflug / Wölbklappeneinweisung
Samburo EC 16,68 Meter 1:27 Motorseglerausbildung, Flugzeugschlepp
Robin DR 400 IM 9,72 Meter Flugzeugschlepp

Neben unserem breit aufgestellten und attraktiven Flugzeugpark sind noch diverse Privatflugzeuge in Langenfeld stationiert. Vom Kranich III, einem über 60 Jahre alten Oldtimer, bis zum hochmodernen Arcus sind diverse Leistungsklassen abgedeckt (Ka6, SG 38, Grunau Baby, Kranich III, Libelle, LS1-f, Cirrus 75, ASW20, LS6, Discus, Ventus-2CM, Arcus-M, ASH25).