1. Leistungsflug 2011

  2. TEXT: HANNO PINTHER


  3. Aktuell: Martin Rieger nimmt an Landesmeisterschaft teil

  4. In der zweiten August-Woche starteten in Grabenstetten (BW) die diesjährigen Landesmeisterschaften der Junioren von Baden-Württemberg. Bei diesem Wettbewerb, welcher gleichzeitig als Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften 2012 fungiert, ist die LSG-Erbslöh mit ihrem Juniorpiloten Martin Rieger vertreten. Nach einer Teilnahme beim Klixer Wettbewerb im Mai 2011 ist dies Martins zweiter Wettbewerb. In Klix startete er allerdings im Doppelsitzer zusammen mit Jochen König. Fluglehrer Jochen führte Martin dabei in die Regeln und Kniffe eines Wettbewerbs ein. Grabenstetten wird Martins erster Wettbewerb auf einem Einsitzer sein. Er fliegt auf einer LS4, ein gutes Flugzeug der Club- und Standardklasse welches er vom Verein für diese Zeit zur Verfügung gestellt bekommt.
  5. Schon in jungen Jahren begann Martin mit dem Segelflug auf unserem Gelände in Langenfeld. Nach der Erlangung seiner Lizenz startete er zu ersten Überlandflügen und baute seine Erfahrungen so immer weiter aus. Auch innerhalb des "Betreuten Fliegens", welche Streckenfluganfänger zusammen mit alten Hasen auf Strecke führt, lernte er weitere Tricks und wertvolle Erfahrungen kennen.

  6. In Grabenstetten wird über knapp 2 Wochen geflogen. Dabei wird jeden vormittag eine Aufgabe für die Piloten gestellt, die es zu umrunden gilt. Es erfolgt anschließend eine Geschwindigkeitswertung anhand derer die Platzierungen ermittelt werden. Die ersten Piloten der Endwertung werden sich für die Deutsche Meisterschaft 2012 qualifizieren.

  7. Wer den Wettbewerb verfolgen möchte, kann das unter www.lmj2011.de tun.

    Saisonbeginn

  8. Die Piloten der LSG-Erbslöh haben in den ersten Monaten der Saison 2011 bereits einige bemerkenswerte Leistungen erzielt.
    Die ersten "Hammertage" fanden sich dieses Jahr im April, genauer gesagt um den 14-16.April. An diesen Tagen flogen Erbslöh-Piloten Strecken bis zu 700 Kilometer.


  9. Hier ein Beispiel der möglichen Flugwegführung:
  10. Geflogen wurde in diesem Fall ein Dreieck. Zunächst Richtung Osten bis etwa Winterberg im Sauerland, dann an Koblenz vorbei die Mosel entlang, weiter nach Süden Richtung Saarland.

  11. Nachmittags führte der Flug die gesamte Eifel entlang nach Aachen, von wo es die letzten 60 Kilometer nach Langenfeld ging. Die Flugzeit für diesen Flug betrug ca. 7,5 Stunden. Das erscheint auf den ersten Blick viel, ist aber für einen großen Streckenflug ganz normal.

  12. Wettbewerb in Klix

  13. Ende April / Anfang Mai nahmen einige Langenfelder Piloten an einem Wettbewerb in Klix (nahe der polnischen Grenze) teil. Traditionell sind unsere Piloten dort seit vielen Jahren vertreten und haben wiederholt gute Ergebnisse im Mittelfeld aller Teilnehmer erzielen können.


  14. Deutsche Meisterschaft in Zwickau

  15. Im Übergang Mai / Juni fand dann in Zwickau die Deutsche Meisterschaft in der Standard-, Doppelsitzer- und Clubklasse statt. Arne Thielemann aus Langenfeld belegte dort nach acht Wertungstagen einen hervorragenden 13. Platz. Damit war Arne auf dieser DM der viertbeste Pilot aus Nordrhein-Westfalen und konnte sich vor einigen Piloten unserer Nachbarvereine platzieren.

  16. Morgens werden die Aufgaben verteilt
    Auf solch zentralen Wettbewerben wird jeden Vormittag eine Aufgabe pro Wertungsklasse gestellt. Die Spanne reicht dabei von vorher festgelegten Strecken bis zum sogenannten "Area-Tasks", bei denen der Pilot sich selbst die Wendepunkte in einem vorher festgelegtem Sektor legt und damit das Wetter optimal ausnutzen sollte.
  17. Weiter Infos im Internet
    Alle weiteren Informationen und Tageswertungen sind im Internet unter http://dm2011.acz.de/ abzurufen. Dort findet man auch viele Bilder von zwei Wochen hochklassigem Segelflug.



  18. Startaufstellung bei der DM in Zwickau



  19. Wettbewerbs-Einsteiger in Leverkusen

  20. Ganz neue Gesichter schickten wird dieses Jahr zum Vergleichsfliegen zu unseren Nachbarn nach Leverkusen. Ein kleiner Wettbewerb in bekanntem Fluggebiet sollte den Einstieg in diese Materie vereinfachen. Lennart Schuster und Kai Sanojca waren angemeldet. Leider musste Kai seine Teilnahme kurzfristig wegen verschobener Klausurtermine absagen.

  21. Lennart flog unterstützt von drei jugendlichen Rückholern bis zum dritten und letzten Wertungstag einen sehr guten ersten Wettbewerb, der ihm einen siebten Platz bei 14 Teilnehmern einbrachte. Leider wurde sein Segelflugzeug am letzten Wertungstag bei einer Außenlandung auf einem Acker leicht beschädigt.

  22. Aufgabenstellung für die kleine Klasse an einem Wertungstag in Leverkusen

  23. Ausblick auf die restliche Saison

  24. Erbslöh-Piloten haben sich vorgenommen, ihre Platzierung in der 2.Bundesliga weiter in Richtung Mittelfeld und weg von den gefährlichen Abstiegsplätzen zu führen. Keine leichte Aufgabe, bedenkt man die starke Konkurrenz durch unsere Nachbarvereine, beispielsweise in Leverkusen. In der 2. Bundesliga zählen an jedem Wochenende die drei schnellsten Flüge über ein Zeitfenster von 2,5 Stunden. Aufgrund der Ergebnisse wird wie im Fußball auch eine auf Punkten basierte Tabelle erstellt, welche über Auf- und Abstieg entscheidet. Aktuell befinden wir uns auf dem 23. von 30 Plätzen. Bedenkt man, dass die letzen sieben Vereine absteigen, ein nicht wirklich beruhigendes Ergebnis.

  25. Qualifikationsmeisterschaft
    Zum Abschluss der Saison wird Martin Rieger an einer Qualifikationsmeisterschaft für die Deutschen Meisterschaften der Junioren 2012 teilnehmen. Die Quali findet in Grabenstetten in Baden-Würtemberg statt und ist Martins erster Wettbewerb. Wir sind gespannt auf das Ergebnis und wünschen ihm schon jetzt viel Erfolg.


  26. Leistungsstützpunkt NRW

  27. Als Landesleistungsstützpunkt bietet die Luftsportgruppe Erbslöh optimale Voraussetzungen zur fliegerischen Weiterbildung. Nach Erwerb der Fluglizenz wird der Überlandflugnachwuchs von erfahrenen Piloten auf den ersten Strecken begleitet. In der Winterzeit gibt es theoretische Workshops zur Flugvorbereitung.


  28. Mehr als nur Technik

  29. Unterstützt werden die ambitionierten Streckenflieger im Cockpit von moderner GPS-Technik, die Navigation und Flugstrategie erleichert. Neben der Grundinstrumentierung, wie Höhenmesser, Fahrtenmesser, Variometer und Kompass, versorgt der kleine „Logger“, der jede Flugbewegung aufzeichnet, den Piloten mit weiteren wichtigen Daten. Er ermittelt zum Beispiel die optimale Flugrichtung unter Berücksichtigung der Windstärke und Windrichtung. Wer jedoch weite Strecken zurücklegen will, der braucht mehr als die technischen Hilfsmittel. Viel bedeutender sind die fliegerischen Fertigkeiten kombiniert mit einer zu Wetter und Region passenden Strategie. Jede Region - ob Rheinland, Heide, Sauerland oder alpines Terrain - hat ihre eigenen "thermischen Gesetze".

 
streckenflug.